Evang. Luth. Kirchengemeinde Himmelkron      - Gemeinsam Leben Gestalten -

  • Botschaft aus Taizé

Botschaft aus Taize

 

 

Einladung zur Taizeándacht am 1. Juni 2020 um 19 Uhr in der Autobahnkirche (bei schönem Wetter davor)

 

Liebe Himmelkroner, liebe Besucherinnen und Besucher unserer Taizéandachten!

Zur aktuellen Lage möchte ich eine Botschaft aus Taize´weitergeben. Während tagtäglich düstere Nachrichten auf uns einstürzen, bitten wir Gott um Hilfe für die Menschheit, die nicht nur an den Auswirkungen des Coronavirus, sondern auch an vielen anderen Dingen leidet. Wir vertrauen Gott die Kranken an, ihre Familien, ihre Freunde und alle, die sich um sie kümmern und sie pflegen. Wir beten zu Gott. Aber achten wir auch darauf, dass wir uns in unserer Not nicht verschließen und nicht einfach nur darauf warten, dass diese schwere Zeit vorübergeht und alles wieder so wird wie vorher. Wir bitten Gott, aber Gott bittet auch uns. Er möchte, dass wir ihm zuhören.

Vielleicht möchte er uns ja auch sagen: „Wacht auf!“ Nicht, dass Gott die Menschheit bestrafen möchte. Nein, niemals! Er ist der barmherzige Gott und ist jedem Menschen nah. Er „kann nur seine Liebe schenken“, wie im 7. Jahrhundert Isaak von Niniveh, ein Glaubender aus dem Osten, gesagt hat – Worte, die Frère Roger (der Gründer der Gemeinschaft von Taize´) oft wiederholt hat. Ja, Gott liebt jeden Einzelnen von uns. Und weil er uns liebt, spricht er zu uns. Will er uns nicht sagen: Schaut, wie sehr ihr aufeinander angewiesen seid, Menschen untereinander, aber auch Länder und Völker. Spürt ihr, wie sehr ihr menschliche Gemeinschaft braucht und wie sehr eure Zukunft davon abhängt, wie ihr mit der Schöpfung umgeht?

Die bedrohliche Pandemie macht auf einen Schlag deutlich, dass unsere Gesellschaften eine grundlegende Veränderung brauchen. – Nach wie vor werden Unsummen für Rüstungszwecke ausgegeben, während ein winziger Teil davon ausreichen würde, um unzähligen Menschen auf der Welt ihre Würde zurückzugeben.

Viele Menschen stellen sich mit Mut der Herausforderung und zeigen Solidarität. Sie opfern sich auf, manchmal unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens, damit das Leben trotz der Epidemie weitergeht. Ja, die harte Zeit, die wir alle durchleben, ist ein Aufruf zu brüderlicher Gemeinschaft. Deshalb versammeln wir uns im Gebet jeden Monat und deshalb schließen wir uns zur Andacht zusammen.

Herzliche Einladung, nach Anmeldung im katholischen Pfarramt oder bei Waltraud Berner 09227/5548