Evang. Luth. Kirchengemeinde Himmelkron      - Gemeinsam Leben Gestalten -

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Gerne Evangelisch

Ein Rahmenprojekt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern

Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner schrieb in ihrem Weihnachtsbrief 2009 unter anderem: „In diesem Kalenderjahr ist in unserer Landeskirche ein Rahmenprojekt zum Thema Mitgliederorientierung (früherer Arbeitstitel „Mitgliederbindung“) angelaufen. In unserem Kirchenkreis stellen wir es unter die Überschrift “gerne evangelisch“. Dieses Motto “gerne evangelisch“ bringt die inhaltliche Seite zum Klingen, denn das Rahmenprogramm eröffnet Chancen, Menschen zum Glauben an Jesus Christus einzuladen oder eine tiefere Beheimatung in diesem Glauben zu befördern. Das Motto “gerne evangelisch“ ist daher auch nicht in Abgrenzung zu unserer katholischen Schwesterkirche zu verstehen, denn dieses Anliegen haben die Kirchen gemeinsam.“

Durch Vakanzzeit und Pfarrerwechsel bedingt stieg unser Team (Pfarrer Michael Krug, Ute Breitling, Steffi Meile-Fritz, Martina Partenfelder, Gabi Pittel, Dieter Hornfeck) erst relativ spät in das Rahmenprojekt ein. Von der Kirchenleitung erhoffte man sich kreative Einfälle in den Gemeinden, um die vielfach eingerosteten Kontakte zu den Mitgliedern zu beleben und zu festigen. Dazu stellte man auch finanzielle Mittel in Aussicht, die nach einem strengen Kriterienkatalog erworben werden konnten.

So sollte unser Projekt zeitlich überschaubar sein, für die ganze Region Bedeutung haben, nachhaltig wirken, medienwirksam verbreitet und von möglichst vielen Personen getragen werden. Wir entschieden uns, den Projektchor von Steffi Meile-Fritz in den Mittelpunkt unserer Bemühungen zu stellen. Gerade mit einem Musical zum Reformationstag kann das Anliegen von “gerne evangelisch“ am besten verdeutlicht werden: Befreiung zu einem Leben, das von Glaube, Hoffnung und Liebe getragen wird. Der Artikel über das Musical “Die 10 Gebote“ am 31. Oktober (s.u.) zeigt auf, wie sehr unser Projekt gelungen ist … und es soll ja weitergehen … mindestens bis 2017 und darüber hinaus in der Gemeinde und im eigenen Leben.

Auch ohne Maßgabe der Landeskirche und finanzielle Lockmittel kann “gerne evangelisch“ ein fester Halt und eine verlässliche Perspektive für unser Leben sein. Der Schwung von “gerne evangelisch“ ist zudem eine passende Anwort auf die zur Zeit geführte leidige Kirchenaustrittsdiskussion und schließlich wird das Motto auch durch die Botschaft unseres Landesbischofs Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm nach seinem Amtsantritt 2011 bestätigt: “Wir brauchen die Strahlkraft einer Kirchengemeinde, deren Leben ansteckend wirkt und deren Angebote von den Menschen gerne angenommen werden.“ Mit Blick auf das pulsierende Leben im und um das Gemeindehaus Grampp sind wir mit Gottes  Hilfe auf einem guten Weg.

Dieter Hornfeck

Projekt gerne evangelisch Himmelkron 2013 – 2017

Im Laufe seiner Zusammenarbeit hat unser Vorbereitungsteam (Pfarrer Michael Krug, Ute Breitling, Steffi Meile-Fritz, Martina Partenfelder, Gabriele Pittel, Dieter Hornfeck) sowohl das konkrete Ziel eines “Projektchores im Rahmen der Lutherdekade“ (s.oben) zur Aufführung von Musicals am Reformationstag verfolgt, als auch die Gestaltung unseres Gemeindelebens im Auge behalten. Während der Vorbereitungsmonate wurden viele Ideen und Vorschläge für eine lebendige Gemeinde gesammelt, die im unten stehenden Schaubild aufgelistet sind. Wie bei einem Baukasten können je nach Anlass und Erfordernis einzelne Bausteine aufgegriffen und in die Tat umgesetzt werden. Ziel ist die Strahlkraft einer Gemeinde, in der sich Einzelne und Familien wohlfühlen und gerne zu Hause sind.  

 

Reformations-Musical "Die 10 Gebote"

Ein "Gerne Evangelisch" Projekt

Begeisterung pur – Eine Werbung für den Reformationstag

31.10.2013 in Himmelkron – kein Tag wie jeder andere.

Während andere Kirchengemeinden längst vor Halloween kapituliert haben oder sich doch zumindest einigermaßen ratlos geben, hat sich in Himmelkron eine Initiative entwickelt, die jedes Jahr aufs Neue kreativ den Reformationstag ins Gedächtnis der Gemeindeglieder rückt.

Auch in diesem Jahr haben mehr als 300 Menschen gemeinsam den Reformationstag in der Himmelkroner Stiftskirche gefeiert. Angezogen wurden die Besucher dabei nicht von einem gewöhnlichen Gottesdienst, der die Geschehnisse um Martin Luther im 16.Jahrhundert und deren Auswirkungen auf das Miteinander der Konfessionen in der Gegenwart bedachte. Nein, die Menschen in Himmelkron folgten der Einladung zu einer ganz besonderen Veranstaltung.

Dargeboten wurde das Musical. Die 10 Gebote. Unter der Leitung von Steffi Meile- Fritz probten engagierte Himmelkroner und Sängerinnen und Sänger von außerhalb unserer Gemeinde seit Pfingsten an diesem schauspielerisch und gesanglich anspruchsvollen Werk. Menschen aller Altersgruppen (von 10 bis 67 Jahren) und unterschiedlicher Konfessionen standen an diesem Reformationstag gemeinsam auf der Bühne und begeisterten das Publikum mit einer bewegenden Inszenierung. Die Botschaft von der Befreiungstat Gottes an seinem Volk Israel, das bewahrende Handeln eines liebenden Gottes in Wüste und Gefahr, aber auch die Gefahr des Abfalls und der Hinwendung an falsche, irreführende Götzen, authentisch mit Gefühl und Leidenschaft dargeboten, rührte viele Besucherherzen an. So manche Träne fand ihren Weg ins Taschentuch.

Berauschend war auch das verdiente Feedback für die Künstlerinnen des Chors und für die Solisten. Lang anhaltender Applaus mit Standing Ovations war der verdiente Lohn für intensive Monate der Vorbereitung und einen ausdrucksvollen Vortrag. Besonders die letzte Woche vor dem Auftritt verlangte den Sängerinnen und Sängern große Disziplin und außerordentliches Engagement ab. Es wurde mehrere Stunden täglich geprobt, außerdem die aufwändige Technik und Lichtshow programmiert. Die alles für ein einzigartiges Reformationserlebnis.

Den abrundenden Schlusspunkt dieses außergewöhnlichen Abends setzte eine „Reformationsparty“ im Kreuzgang der Himmelkroner Stiftkirche. Bei Speisen, Getränken und Informationen rund um Luther und die Reformation, verbunden mit vielen intensiven persönlichen Gesprächen klang der Abend aus.

Für alle Beteiligten ist klar, dass diese Art der Reformationsfeier in den nächsten Jahren unbedingt einer Fortsetzung bedarf – gerade im Blick auf das 500jährige Reformationsjubiläum 2017.