Busausflug in den Zoo nach Leipzig

Schon im letzten Herbst entstand im Team des Seniorencafes der Wunsch, im Frühjahr 2026 den Zoo Leipzig zu besuchen. Für den 5.Mai wurde der Ausflug geplant und der Bus bestellt. Ob sich wohl genügend anmelden werden, so dass der Bus voll wird, waren die Gedanken der Verantwortlichen. Kurzerhand wurde neben Himmelkron und Lanzendorf auch in Bindlach, Neudrossenfeld, Gefrees und Bad Berneck noch Werbung gemacht, und tatsächlich waren kurz vor der geplanten Reise alle Plätze im Bus gebucht. Um 7:30 Uhr startete der Bus in Theta bei der Firma Depser. Die Haupteinstiegsstelle war Himmelkron. Mit Hallo und frohem Mut ging es los. Die Fahrt war so kurzweilig, dass wir staunten, wie schnell wir doch in Leipzig waren. Am Zoo angekommen mussten zunächst die Eintrittskarten gekauft werden. Schnell bildeten sich Grüppchen, Pfarrer Krug ging mit den Schnellen, Pfarrerin Memminger, als Pfarrerin für die Senioren, ging mit den Langsameren, die nicht ganz so schnell wie die anderen waren. Manche begaben sich auch eigenständig mit großen Kameras auf Entdeckungstour. Sechs Stunden hatten wir nun zur Verfügung, um die Tiere der verschiedenen Kontinente zu erkunden. Das schien zunächst viel Zeit, doch schon nach dem Besuch des ersten Aquariums am Gründergarten überlegten wir, was wir wohl auslassen müssten, um einigermaßen den Rundgang durch die sechs Erlebniswelten des gesamten Zoos zu schaffen. Mit dem Gründergarten begann unser Rundgang. Der Gründergarten ist das Herzstück des Zoos und erinnert an dessen Gründung im Jahr 1878. Highlights im Gründergarten sind das Koala-Haus, wo wir Koalas hautnah beobachten konnten. Danach kam eine große Beobachtungsanlage für Braunbären. Tropische Fische, Amphibien und Reptilien in modernen Gehegen folgten. „Auf zu den Elefanten“, gab eine gut informierte Besucherin als Parole aus, denn die Elefanten hatten gleich Fütterungszeit.     Auch uns knurrte schon langsam der Magen, aber an Mittagessen war noch lange nicht zu denken. Die Asien-Erlebniswelt beeindruckte uns sehr mit den exotischen Tieren. Auch wenn die Elefanten an diesem Tag nicht nach Äpfeln im Unterwasserbad tauchten, faszinierten sie uns mit ihrer Schlauheit und majestätischen Größe. Die nächste Erlebniswelt hieß Pongoland. Im Pongoland leben Schimpansen, Gorillas, Bonobos und Orang-Utans in großzügigen, naturnahen Gehegen. Da es aber doch etwas kühl war an unserem Ausflugstag, waren die Bewohner des Pongolandes in den warmen Häusern. So konnten wir sie alle von ganz nah beobachten, wie sie spielten, sich ärgerten und sich stritten. Endlich gab es im Pongoland auch etwas für uns zum Essen. Bratwurst, Pommes, Currywurst erfreuten und stärkten uns, immerhin schon nach dreieinhalb Stunden Wanderung. Kiwara-Savanne hieß der nächste Bereich des Zoos: Giraffen, Zebras, Nashörner, Antilopen grasten friedlich nebeneinander. Davon etwas abgetrennt war die Löwenanlage „Makasi Simba“. Eine Löwin sonnte sich mit ihrer halbwüchsigen Tochter. Flusspferd, Hyänen und Geparden zeigten sich im anschließenden Gehege der Afrikanischen Erlebniswelt. Die großzügigen Weideflächen neben dem Rundweg vermittelten uns das Gefühl, auf einer echten Safari zu sein. Schließlich kamen wir zur Südamerika-Erlebniswelt. Sie ist die jüngste im Zoo Leipzig. Flamingos, Capybaras, Ameisenbären, Maned Wolves und Vögel in großen Volieren bestaunten wir. In die Volieren durften wir auch hinein, mussten uns aber vor den großen Geiern in Acht nehmen, vor allem vor ihren Hinterlassenschaften. Von den vielen Eindrücken waren wir recht beeindruckt und nun auch etwas müde. Aber wenn wir jetzt schon mal da sind, so sagten wir, dann wollen wir alles sehen. Eine gute Stunde hatten wir noch Zeit. Also machten wir uns auf den Weg ins Gondwanaland. Wir traten ein in Europas größte Tropenhalle. Der üppige Regenwald mit über 17.000 Pflanzenarten, darunter riesige Palmen, Farne und Kletterpflanzen, trieb uns sogleich den Schweiß aus den Poren. Wir hätten eine Bootstour auf dem Tropenfluss machen können. Doch wir bevorzugten es, die Wasserfälle und Hängebrücken vom Rundweg aus zu betrachten. Kleine Affen, Vögel, Reptilien und viele Kleintiere sind in dieser Halle größtenteils frei und wir konnten deren Fütterung miterleben. Am Ende des Gondwanalandes war ein Eisstand. Erhitzt von der tropischen Wärme kaufte jeder von unserer Gruppe ein Softeis. Dieses gab es nur in einer XXL-Ausführung. Nun hatten wir zu tun, bis zur Abfahrt um 17 Uhr, geschätzt einen halben Liter Softeis zu verspeisen. Wir haben es geschafft und konnten die Heimfahrt pünktlich antreten. Unser Busfahrer brachte uns gut nachhause, obgleich wir mit Blitz und Donner die schiefe Ebene hinunterfuhren und zum Schluss nach dem sonnigen Tag in Leipzig doch noch den Regenschirm zücken mussten. Ein erfüllter Ausflug ging glücklich zu Ende. Danke für dieses schöne gemeinsame Erlebnis unserer großen Gruppe des Seniorencafes. Für nächstes Jahr werden bereits wieder Pläne geschmiedet.  

Susanne Memminger

Comments are closed

Kommentare

Es sind keine Kommentare vorhanden.