Am Tag der unschuldigen Kinder und zugleich am Stiftungstag des Klosters Himmelkron fand in der ehrwürdigen Stiftskirche Himmelkron ein besonderer musikalischer Gottesdienst statt, der die Besucherinnen und Besucher tief bewegte. Organisiert wurde der Gottesdienst in enger Zusammenarbeit mit dem VdK-Ortsverband Himmelkron, der damit ein starkes Zeichen für Mitmenschlichkeit und Solidarität setzte.
Die musikalische Gestaltung übernahm der begnadete ukrainische Musiker und Opernsänger Roman Antonyuk. Mit seiner außergewöhnlichen, durchdringenden Stimme und den eindrucksvollen Klängen der Bandura, dem traditionellen ukrainischen Saiteninstrument, schuf er eine Atmosphäre, die weit über einen klassischen Gottesdienst hinausging. Seine Darbietungen berührten Herz und Seele und ließen die Stiftskirche für einen Moment zu einem Ort tiefer Verbundenheit werden. Der langanhaltende Applaus zeigte, wie sehr das Publikum von seiner Kunst bewegt war.
Die im Rahmen des Gottesdienstes gesammelten Spenden kommen einer Kriegsopferorganisation zugute, die Roman Antonyuk unterstützt. Im Anschluss an den Gottesdienst sprach er offen und eindringlich über die tatsächliche Lage in der Ukraine. Mit persönlichen Worten machte er das Leid der Menschen spürbar und gab Einblicke, die unter die Haut gingen. Antonyuk besitzt eine Sondergenehmigung des ukrainischen Ministeriums, um das Land verlassen zu dürfen und im Ausland als Botschafter der ukrainischen Kultur aufzutreten.
In diesen Momenten rückte der grausame Krieg, der sonst oft fern erscheint, ganz nah. Inmitten der Stiftskirche wurde deutlich, dass Leid, Verlust und Hoffnung keine abstrakten Begriffe sind, sondern reale Schicksale betreffen. Der musikalische Gottesdienst verband Gedenken, Mitgefühl und kulturelle Brücken und hinterließ bei allen Anwesenden einen bleibenden Eindruck.


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